Ursberg / 29. Oktober 2026 – Bereits zum fünften Mal haben Schülerinnen und Schüler der Dominikus-Schule und des Ringeisen-Gymnasiums in Ursberg gemeinsam ein Graffiti-Projekt durchgeführt. In diesem Jahr wurde der Eingang des Förderschulzentrums im Bereich der Busschleife neugestaltet. Im Mittelpunkt des Kunstwerks stehen die Geschichte der Dominikus-Schule und die Verbindung zwischen früheren und heutigen Formen des Unterrichts.
Vom 12. bis 15. Oktober 2026 arbeiteten die Jugendlichen unter Anleitung von vier Künstlern des Vereins Die Bunten e. V. aus Augsburg sowie mit Unterstützung von Lehrkräften beider Schulen an dem Wandbild. Eine besondere Rolle spielen dabei Schwester Katharina Wildenauer und Schwester Evangelista Höfer von der Ursberger St. Josefskongregation. Beide haben einst an der Dominikus-Schule gewirkt. Das Graffiti zeigt ein historisches Klassenzimmer mit Holzmöbeln und Kreidetafel, das mit modernen Elementen kombiniert wird. Während Schwester Katharina mit dem Fahrrad in das offene Klassenzimmer fährt, ist Schwester Evangelista als Porträt in moderner Schablonenkunst dargestellt. Eine E-Gitarre und Symbole der Unterstützten Kommunikation auf der alten Kreidetafel schlagen die Brücke zum Schulalltag der Gegenwart. Das Klassenzimmer geht auf einer Seite in einen Garten über, der für die Schülerinnen und Schüler ein beliebter Aufenthaltsort ist. Mit der Darstellung der beiden Ordensschwestern nimmt das Kunstprojekt zugleich Bezug auf die Bayerische Landesausstellung „Schwesterherz! Frauen retten Bayern“, die 2027 in Ursberg stattfinden wird. Das Wandbild erinnert damit an die Frauen, die die Entwicklung der Schule maßgeblich geprägt haben, und verbindet ihre Geschichte mit dem heutigen Schulleben.
Seit 2022 gibt es die Kooperation zwischen Förderzentrum und Gymnasium, die von der Regierung von Schwaben finanziell unterstützt wird. In den letzten Jahren entstanden in Ursberg zahlreiche Kunstwerke, die sich jeweils einem Thema widmen. So gibt es neben dem aktuellen Werk im Bereich der Unterführung an der Prämonstratenserstraße auch die biblische Schöpfungsgeschichte, die sieben modernen Werke der Barmherzigkeit, die Arche Noah und den Sonnengesang des heiligen Franziskus zu bestaunen.